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Pneumokokken Impfung

Pneumokokken-Impfung

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Warum ist die Pneumokokken-Impfung wichtig?

Pneumokokken können verschiedene Erkrankungen verursachen. Einige davon können schwer oder sogar lebensbedrohlich verlaufen. Eine Impfung gegen Pneumokokken kann vielen Pneumokokken-Erkrankungen vorbeugen.


Wer sollte sich wie und wann gegen Pneumokokken impfen lassen?

Manche Personengruppen haben ein höheres Risiko, eine Pneumokokken-Erkrankung zu bekommen oder im Falle einer Pneumokokken-Erkrankung einen schweren Krankheitsverlauf durchzumachen. Das Risiko einer schwer verlaufenden Erkrankung an Pneumokokken ist unter anderem abhängig vom Lebensalter.

Es gibt mehrere verschiedene Pneumokokken-Impfstoffe, die nach STIKO je nach Alter, Grunderkrankungen oder beruflicher Tätigkeit unterschiedlich eingesetzt werden sollen. Hierzu wird die Pneumokokken-Impfung entweder mit 1 oder mit 2 unterschiedlichen Impfstoffen durchgeführt.

Besonders gefährdet durch Pneumokokken sind:

Alle 60+

Viele 60-Jährige ungeimpft
Unter den 60-Jährigen ohne chronische Vorerkrankungen sind in vielen Bundesländern
weniger als 10 % gegen Pneumokokken geimpft!

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Impfung für alle Menschen 60+

Für alle Menschen 60+ wird eine Impfung gegen Pneumokokken empfohlen. Durch bestimmte Grunderkrankungen oder den Beruf kann in der Altersgruppe 60+ ein zusätzlich erhöhtes Risiko für schwere Pneumokokken-Erkrankungen vorliegen. In diesem Fall wird die Wiederholung der Impfung mit einem Mindestabstand von 6 Jahren empfohlen.



Säuglinge ab 2 Monaten

Aktuell empfehlen die Expert:innen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut
in Berlin die Impfung gegen Pneumokokken bei Säuglingen von 2 – 11 Monaten mit
speziell für sie geeigneten Impfstoffen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Impfung für Säuglinge und Kleinkinder

Säuglinge und Kleinkinder bekommen zur Vorbeugung von Pneumokokken-Erkrankungen insgesamt 3 Impfungen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten. Der Abstand zwischen der 1. und 2. Impfung beträgt 8 Wochen. Zwischen der 2. und 3, Impfung liegt ein Mindestabstand von 6 Monaten.

Frühgeborene Säuglinge und Kleinkinder (Geburt vor der 37. Schwangerschaftswoche) erhalten zur Vorbeugung von Pneumokokken-Erkrankungen insgesamt 4 Impfungen im Alter von 2, 3, 4 und 11 Monaten. Der Abstand zwischen den ersten 3 Impfungen beträgt dabei jeweils 4 Wochen. Zwischen der 3. und 4. Impfung liegt ein Mindestabstand von 6 Monaten. Fehlende Impfungen können bei Kleinkindern im Alter von 12 – 24 Monaten nachgeholt werden.



Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen:

Immundefekte oder unterdrücktes Immunsystem, wie z. B.:

  • bei HIV-Infektionen
  • nach einer Knochenmarktransplantation
  • durch bestimmte Medikamente

Chronische Erkrankungen, wie z. B.:

  • chronische Erkrankungen des Herzens oder der Atmungsorgane
    z. B. Asthma, Lungenemphysem oder eine dauerhafte Verengung der Atemwege, die von einem Emphysem und/ oder chronischer Bronchitis begleitet sein kann (COPD)
  • Stoffwechselkrankheiten
    z. B. Diabetes mellitus, der medikamentös behandelt wird
  • neurologische Krankheiten
    z. B. Anfallsleiden oder in Folge eines Hirnschadens entstandene Bewegungsstörungen und
    Muskelsteife (Zerebralparesen)

Personen mit erhöhtem Risiko für eine durch Pneumokokken verursachte
Gehirnhautentzündung, z. B. durch:

  • das Tragen einer Hörprothese, die Cochlea-Implantat genannt wird
  • eine Verbindung zwischen der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit und der Außenwelt
    (Liquorfistel)

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Impfung für Personen mit bestimmten Grunderkrankungen

Menschen mit Immundefekten, unterdrücktem Immunsystem oder anatomischem und fremdkörperbedingtem Risiko für eine Gehirnhautentzündung durch Pneumokokken erhalten 2 Impfungen gegen Pneumokokken. Die 1. und die 2. Impfung werden mit 2 unterschiedlichen Pneumokokken-Impfstoffen durchgeführt. Die 2. Impfung erfolgt dabei 6 – 12 Monate nach der 1. Impfung und frühestens ab einem Alter von 2 Jahren. Bei Menschen mit fremdkörperbedingtem Risiko wird die Pneumokokken-Impfung mit einem Mindestabstand von 6 Jahren wiederholt, da der Impfschutz zeitlich begrenzt ist. Bei Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (z.B. Asthma, COPD) sind die Impfempfehlungen abhängig vom Lebensalter: – Erwachsene und Jugendliche ab dem Alter von 16 Jahren werden einmal gegen Pneumokokken geimpft. – Kinder und Jugendliche im Alter von 2 – 15 Jahren erhalten 2 Impfungen gegen Pneumokokken. Die 1. und die 2. Impfung werden mit 2 unterschiedlichen Pneumokokken-Impfstoffen durchgeführt. Die 2. Impfung erfolgt 6 – 12 Monate nach der 1. Impfung. – Weil der Impfschutz zeitlich begrenzt ist, wird die Pneumokokken-Impfung bei Menschen mit chronischen Erkrankungen unabhängig ihres Alters mit einem Mindestabstand von 6 Jahren wiederholt.



Menschen mit einem erhöhten beruflichen Risiko

Dazu gehören Personen, die beruflich bedingt Metallrauchen ausgesetzt sind (z. B. durch das
Schweißen und Trennen von Metallen).

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Impfung für Personen mit einem erhöhten beruflichen Risiko

Wer in seinem Beruf Metallrauchen ausgesetzt ist (z. B. beim Schweißen und Trennen von Metallen) wird ebenfalls gegen Pneumokokken geimpft. Die lmpfung soll mit einem Mindestabstand von 6 Jahren wiederholt werden, wenn die Person auch weiterhin Metallrauchen ausgesetzt ist.



Impfung gegen Pneumokokken als Standardimpfung

Für alle Personen 60+ sowie Säuglinge ab dem Alter von 2 Monaten wird die Pneumokokken-Impfung als Standardimpfung empfohlen. Als Standardimpfungen werden Impfungen bezeichnet, die jeder Mensch (in einem bestimmten Alter) erhalten sollte. Sie werden von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfohlen.


Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Zu den häufigsten Nebenwirkungen einer Pneumokokken-Impfung gehören Fieber und Beschwerden an der Einstichstelle. Das können zum Beispiel Ausschlag, Rötung, Verhärtung, Schwellung oder Schmerz sein.

Bei weiteren Fragen zum Thema Pneumokokken-Impfung sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Sie können Ihnen diese sicherlich beantworten und viele zusätzliche Informationen geben.


Wer zahlt die Impfung gegen Pneumokokken?

In der Regel zahlt die Krankenkasse eine Pneumokokken-Impfung. Ausnahme: Wenn Sie in Ihrem Beruf Metallrauchen ausgesetzt sind, muss Ihr Arbeitgeber für die Kosten aufkommen.



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